KALEIDOSCOPE STRING QUARTET

 

Musizieren ohne Scheuklappen – diesen Weg geht das Kaleidoscope String Quartet seit der Gründung im Jahr 2009 konsequent. Diese klare Ausrichtung führt dashauptsächlich in Zürich ansässige Ensemble in 
musikalische Gefilde, in denen schubladisierende Genrezuordnungen hinfällig werden. Die in Jazz und Klassik ausgebildeten Musiker finden mittels dem Streichquartett, der Königsdisziplin der Klassik, zu einer eigenen Klangsprache, welche stets die Verknüpfungspunkte zwischen den Genres sucht. Die Kombination unterschiedlichster Inspirationsströme führt beim Kaleidoscope String Quartet weg von einem puristischen Verständnis der E-Musik hin zu einer von Pop-Sensibilität und Jazz-Phrasierung unterfütterten Ästhetik einer zeitgenössischen klassischen Musik: Kantige Grooves wechseln sich mit Klangmalereien ab, folkige Melodien stehen experimentierfreudigen Jazz-Improvisationen gegenüber. Interaktion, Spontaneität und Risikofreude sind zentral für das Ensemble, das sich mehr als Band denn als Quartett sieht, die meisten Stücke selber komponiert und seine Konzerte ohne Notenständer gibt.

2012 erschien mit «Magenta» das erste Album des Kaleidoscope String Quartets bei UNIT Records. Im Herbst 2015 folgte bei Traumton Records Berlindas zweite Album «Curiosity», welches sowohl in der Fachpresse als auch in den Tageszeitungen von Deutschland und der Schweiz hochgelobt wurde. Im Januar 2016 wurde der in der Antikensammlung Bern gedrehte Videoclip «Triptychon» veröffentlicht, 2017 folgte ein Video zu «Choral».

Seit seiner Gründung hat das Kaleidoscope String Quartet zahlreiche Konzerte in den renommiertesten Jazzclubs der Schweiz sowie an Festivals wie Cully Jazz, den Langnau Jazznights oder dem Jazzfestival Willisau gespielt. Das Ensemble gastiert aber auch häufig bei bekannten Klassikreihen und -Festivals wie den Schlosskonzerten Thun, Murten Classics, am Lucerne Festival oder in der Elbphilharmonie Hamburg. 2012, 2015 und 2016 tourte das Kaleidoscope String Quartet in Deutschland und Tschechien und gab Konzerte u.a. in Berlin, Hamburg, München und Prag, 2017 folgten Konzerte in Europa, Brasilien und Argentinien. Im Juni 2018 entstand eine Zusammenarbeit mit der Basel Sinfonietta, wofür das Quartett eigene Musik arrangiert und komponiert hat.

Mit dem Gewinn des «ZKB Jazzpreis 2012» reiht sich das Kaleidoscope String Quartet in die illustre Runde von Schweizer Ensembles und Bands ein, welche das Schweizer Musikschaffen nachhaltig prägen und auch international erfolgreich sind. Das Quartett beweist, dass es auch ein traditionellerweise «klassisches» Ensemble durchaus mit den Grössen des Jazz aufnehmen kann: «Noch nie in der Geschichte des ZKB Jazzpreises gab es einen Sieger, der sich mit einer solchen Souplesse den Preis erspielt hätte. » (Tagesanzeiger Zürich)


Simon Heggendorn: Violine & Komposition

Simon Heggendorn aus Bern schloss 2009 sein Studium mit dem Konzertdiplom mit Auszeichnung ab. Prägende musikalische Inspirationen erhielt er von Daniel Zisman und Beni Schmid in Klassik, Tango und Violinjazz, und von Andy Scherrer, Francis Coletta und Frank Sikora in Jazzimprovation und Komposition. Als Freelance-Musiker spielt er in verschiedenen Bands und Ensembes von Folk über Jazz und Flamenco bis zu Barockmusik und Indie Classical. Er ist Mitglied des Ensemble Cinephonique, welches Studioaufnahmen für Pop/Rock sowie Filmmusik realisiert. Im Musikerkollektiv Jazzwerkstatt Bern vertritt er die Streichinstrumente. Simon hat bereits mit namhaften Künstlern wie Silvie Courvoisier, Efrat Alony und vielen anderen spielen dürfen. 
www.simonheggendorn.ch
 

Ronny Spiegel: Violine
Ronny Spiegel, 1982 in Winterthur geboren, begann mit sechs Jahren bei Katharina Hardy Geigenunterricht zu nehmen. 1993 wurde er als Schüler von Natascha Boyarskayaan an der Yehudi Menuhin School in London aufgenommen. 2009 schloss Ronny sein Studium bei Gyulla Stuller an der Musikhochschule Lausanne ab. Bereits während dem Studium galt Ronnys Interesse nicht nur der klassischen Musik. Stets Neues zu entdecken und sich dadurch inspirieren zu lassen, ist sein musikalisches Credo. Heute ist er als freischaffender Musiker in diversen Genres tätig. Zahlreiche Konzerte im In- und Ausland mit dem erfolgreichen Balkan-Quartett musique en route, dem Kaleidoscope String Quartet oder dem Klavierquartett sensemble prägen sein musikalisches Engagement. Weiter ergänzen Auftritte mit der Camerata Schweiz, den Chamber Aartists (CHAARTS) und dem La Folia Barockorchester (D) seine Konzerttätigkeit.
www.ronnyspiegel.com

David Schnee: Viola & Komposition
David Schnee ist freiberuflicher Bratschist und verfolgt als vielseitiger Musiker Projekte, welche sich zwischen Jazz, Klassik, Improvisation und zeitgenössischer Musik bewegen. Er studierte Violine in Bern, Viola in Zürich und nahm Jazz-Unterricht in Berlin. Als gefragter Studiomusiker hat er bereits für viele schweizerische und internationale Spiel- und Dokumentarfilme sowie für zahlreiche der bekanntesten Schweizer Bands Musik eingespielt. 2013 gründete er das auf Studio-Aufnahmen spezialisierte Ensemble Cinéphonique. Er war Gründungsmitglied und während 8 Jahren Bratschist des Galatea-Quartett Zürich. Mit diesem war er Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und verfolgte eine rege internationale Konzerttätigkeit. Mit dem Auslandatelier-Stipendium des Popkredit Zürich lebte und arbeitete er 2013 während 5 Monaten in Berlin.
www.davidschnee.ch

Sebastian Braun: Violoncello
Sebastian Braun (*1990) wurde in Winterthur geboren und lebt heute in Basel. Im Alter von fünf Jahren erhielt er am Konservatorium Winterthur seinen ersten Cellounterricht bei Emanuel Rütsche. Sein Master-Studium in Music Performance bei Thomas Demenga an der Musikakademie Basel und sein Bachelor-Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart schloss er mit Höchstnote ab. Zurzeit befindet er sich im dritten Semester des Master-Studiums in Pädagogik an der Musikakademie Basel. Sebastian war Mitglied des Gustav Mahler Jugendsinfonieorchesters und wirkte in mehreren Ensembles mit, so auch als Solocellist der Chamber Academy Basel und des Young Eurasian Soloist Kammerorchesters. Für die Saison 2015/2016 war er Praktikant des Sinfonieorchester Basel. Er war Mitglied des Schnitzler Quartetts, mit dem er mehrere Rundfunk CD-Produktionen für den Westdeutschen Rundfunk einspielte und regelmässig im In- und Ausland konzertierte. Bei mehreren Solo- und Kammermusik-Wettbewerben gewann er erste Preise. Sebastian Braun ist 2. Preisträger des Orpheus Swiss Chamber Music Competition 2016 und Stipendiat des Migros- Kulturprozent, des Rahn Kulturfonds, der Stiftung Basler Orchester-Gesellschaft und der PE-Förderungen in Mannheim. Im Frühjahr 2016 gewann er den ersten Preis beim internationalen Domnick Cello Wettbeweb für Neue Musik.